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Dschihadisten: Terrormiliz IS nimmt weitere Stadt in Libyen ein

Nach der Eroberung großer Teile des Irak und Syriens rückt der IS nun auch in Libyen weiter vor. Australien warnt davor, dass die Dschihadisten in ihrem Kampf auch Chemiewaffen einsetzen könnten.

Die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat eine weitere Stadt in Libyen eingenommen. Eine entsprechende Mitteilung der Islamisten deckte sich mit Angaben aus Militärkreisen. Demnach rückte der IS in Harwa ein. Die Stadt liegt östlich des Ortes Sirte, den die Gruppe in den vergangenen Wochen schrittweise erobert hatte.

Der IS nutzt die chaotischen Zustände in Libyen aus, wo zwei konkurrierende Regierungen die Macht beanspruchen. Die Islamisten haben große Teile des Irak und Syriens erobert und dort ein Kalifat ausgerufen, eine besondere Form eines islamischen Gottesstaates.

Einsatz chemischer Waffen

Es wird außerdem befürchtet, dass die Terrormiliz IS in Zukunft verstärkt chemische Waffen einsetzen wird. Die australische Außenministerin Julie Bishop hat bereits vor der Entwicklung und dem Einsatz chemischer Waffen durch die Extremistenorganisation gewarnt. “Der Einsatz von Chlorgas durch den IS und die Anwerbung von technisch höchst versierten Experten auch aus dem Westen haben die großen Anstrengungen der Extremisten offenbart, chemische Waffen zu entwickeln”, sagte Bishop.

Unter den Zehntausenden von Rekruten, die der IS angeworben habe, gebe es sehr wahrscheinlich die “technische Expertise” für eine Nutzbarmachung chemischer Grundstoffe für den Waffenbau.

Die Regierung in der autonomen Region Kurdistan hatte im März mitgeteilt, dass Boden- und Textilproben gezeigt hätten, dass der IS bei Autobombenanschlägen im Januar auch Chlorgas eingesetzt habe. Bishop forderte in ihrer Rede vor Vertretern der Australia Group, die Lizenzen für den Export von für den Bau chemischer und biologischer Waffen nutzbaren Materialien überwacht, höchste Vorsicht bei der Verbreitung toxischer Chemikalien. Exportkontrollen und ihre wirksame Umsetzung seien angesichts der weltweiten Bedrohungslage von größter Bedeutung.

Quelle: welt.de

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