Eildemonstration - Solidarität mit unserem Volk im Irak und Syrien!

Eildemonstration – Solidarität mit unserem Volk im Irak und Syrien!

Liebe Aramäer,
liebe Föderation- und Menschenrechtsorganisationen, sowie Brüder und Schwestern in Namen Jesu Christi,
sehr geehrte Freunde des Aramäischen Volkes,Es erfüllt uns mit Trauer und Schmerz, wenn wir zusehen müssen, dass immer wieder Schwestern und Brüder wegen ihres christlichen Glaubens Opfer von Gewalt und Verfolgung sind.
Wir müssen das öffentlich anklagen, damit die Menschen in aller Welt auf diese menschenverachtenden Exzesse aufmerksam gemacht werden. Immer wenn ein unschuldiger Mensch durch Gewalt und Verfolgung zu Tode kommt, sind wir aufgerufen, hiergegen zu demonstrieren. Wenn wir dazu schweigen, machen wir uns vor Gott und den Menschen schuldig. Schweigen zu Mord und Totschlag fördert und ermuntert die Verfolger zu weiteren Verbrechen. Was wir in diesen Tagen durch Christenverfolgungen in SYRIEN, Ägypten, dem Irak, im Turabdin, in Pakistan und Indonesien erleben, ist ein Höhepunkt in der Verfolgung von Christen. Gleiches Unrecht erleben die Yeziden in Schingal/Irak sowie die Aleviten in der Türkei. Es ist unsere Pflicht, unsere Stimme zu erheben und die Ungerechtigkeiten öffentlich anzuklagen.

Daher planen verschiede aramäische Jugendverbände eine Eildemonstration, für Samstag den 26. Juli 2014 in Köln am Domplatz!
Die Eildemonstration soll dazu beitragen, dass die Weltöffentlichkeit auf diese Verbrechen im Irak und Syrien aufmerksam gemacht wird und die Politik sowie die Gesellschaft darauf verpflichtet, gegen die Täter, die dazu im Namen ihres Glaubens zu handeln vorgeben, zu demonstrieren und ihnen Einhalt zu gebieten. Es kann nicht hingenommen werden, dass Minderheiten ausgerottet und vernichtet werden, weil jedem Menschen das Lebensrecht von Gott geschenkt worden ist. Du darfst nicht töten gilt immer und in jeder menschlichen Gesellschaft. Wenn die Täter auch behaupten, im Namen der Gerechtigkeit, der Freiheit, des Friedens, der Meinungsfreiheit und der Demokratie zu handeln, so müssen wir festhalten, die Verbrecher benutzen diese Behauptungen, um die Menschen zu täuschen und zu betrügen. Das ist Blasphemie. Im neuen Testament steht: Es wird eine Zeit kommen, an denen Verführer behaupten, im Namen Gottes zu handeln, wenn sie ihre Mitschwestern und Mitbrüder mit Tod und Verfolgung überziehen. Wir werden dazu aufgefordert, ihnen nicht zu folgen oder zu vertrauen. Niemand hat das Recht, über das Leben seines Nächsten zu entscheiden. Töten und Verfolgung verstößt immer gegen Gottes Gebot. Das gilt für jede Gesellschaft und Religionsgemeinschaft.

Zum Frieden in der Welt gehört Gerechtigkeit, das heißt: Wir müssen das Wohl aller Menschen einfordern, immer und zu jeder Zeit.

In unseren Tagen, in denen die Völker der arabischen Welt in Aufruhr geraten sind und sich ihrer diktatorischen Herrscher entledigen, ist diese Forderung von größter Bedeutung. Unsere Sorge ist, dass z.B., die Forderung unserer koptischen und syrischen Schwestern und Brüder im Glauben, am künftigen gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, auch in Zukunft unbeachtet bleibt.

Die abgeschüttelten alten Regime haben unseren Schwestern und Brüdern zuviel Leid zugefügt. Wer von Frieden und Freiheit spricht, muss das auch wollen und zwar für jeden Menschen, an allen Orten, zu jeder Zeit und für alle Religionen. Die hehren Ziele dürfen nicht durch neue Unterwerfungspraktiken ersetzt werden.

Es ist so, als ob fanatisierte Kräfte, die von den Diktatoren auch in Syrien und Ägypten unter Kontrolle gehalten wurden, nunmehr die Oberhand gewinnen und ihre Verfolgungsmethoden im Namen der staatlichen Neuorientierung offen auszuleben versuchen.

Aufgabe dieser Demonstration ist, die Weltöffentlichkeit darauf hinzuweisen, dass alles getan werden muss, um die Menschenrechte, zu denen die Glaubensfreiheit gehört, auch den 12 Millionen Kopten in Ägypten sowie den
3 Millionen Syrischen-Aramäischen Christen verfassungsrechtlich zugesichert werden. Alle Versuche, ihnen das zu verweigern, ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte.
Das gilt auch für die Aramäischen (Syrischen) Christen, die im Tur Abdin in der Türkei und im Irak dauernder Verfolgung ausgesetzt sind. Auch wenn Verfassungen der Staaten den Christen diese Grundrechte zugestehen, werden sie nie praktiziert.

Gerechtigkeit und Freiheit sind Schlüsselbegriffe für eine friedliche Welt.
Die Freiheit hört dort auf, wo die Freiheit des Nächsten verletzt wird. Dazu gehört auch das Recht auf freie Wahlen und Teilnahme am gemeinsamen öffentlichen Leben. Das Sprichwort, was du nicht willst, was man dir tut, das füg auch keinem anderen zu, hat zwingende Bedeutung.

Frieden ist nicht die Abwesenheit von Krieg und Verfolgung, sondern das geschwisterliche Zusammenleben miteinander. Jeder trage des Anderen Last mit.

Meinungsfreiheit ist nur dann gegeben, wenn Menschen nicht daran gehindert werden, ihrer Überzeugung Ausdruck zu verleihen, sowohl im Glauben als auch im gesellschaftlichen Zusammenleben. Eine Beseitigung glaubensfeindlicher Verhaltensweisen aus den Köpfen der Menschen ist eine zwingende Forderung.

Die Grundrechte menschlichen Zusammenlebens sind die Grundlagen einer demokratischen Gesellschaft, die das Recht jedes einzelnen schützt und verteidigt. Nicht jeder der das Wort Demokratie im Munde führt, ist ein Demokrat, sondern nur der, der die Grundrechte des Einzelnen beachtet und sich bemüht, dem Gemeinwohl in diesem Geiste zu dienen. Nur so ist auf Dauer eine humane menschliche Gesellschaft möglich. Das verlangt von uns, dass wir immer, wenn dieser Geist verletzt wird, verpflichtet sind, unsere Stimme zu erheben.

Gott schuf die Erde für alle Menschen und nicht für Moralapostel!

Solidarität für die verfolgten – Nein zum Barbarismus!

Wir werden an diesem Tag für alle verfolgte Menschen Beten und Demonstrieren! Stimme erheben gegen den Weltweiten Terrorismus!

Mit freundlichen Grüßen

Junge Aramäische Union

Aramean Youth Union

Der Vorstand

Hier geht es zum Hauptveranstaltungskalender:

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Datum: 26.07.2014 bis 26.07.2014
Zeit: 14:00 bis open End

Adresse: Dompropstei - Margarethenkloster 5, 50667 Köln, Deutschland