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Gegen den Völkermord an Aramäern und Assyrern: Friedliche Kundgebung am Bahnhofsvorplatz in Köln

Rund 200 Menschen haben am Samstagnachmittag an einer Kundgebung der European Syriac Union am Bahnhofsvorplatz in Köln teilgenommen. Sie gedenken damit dem 100. Jahrestag des Völkermords an rund 200 000 Aramäern im osmanischen Reich.

 

Köln. Es ist die erste Demo in einer Reihe von Kundgebungen der European Syriac Union. Rund 200 Menschen haben in Köln an den Völkermord an Aramäern, Assyrer und Armenier im osmanischen Reich erinnert.

Vor rund 100 Jahren wurden im damaligen osmanischen Reich rund 200 000 Aramäer, Assyrer und Armenier ermordet. Die Forderung der Demonstranten: Dieser Völkermord soll international anerkannt werden, vor allem aber von der Türkei.

“Ein Volk wird vernichtet und niemand berichtet”, heißt es auf den Plakaten der Demonstranten. Anders als geplant, fand die Kundgebung am Bahnhofsvorplatz und nicht auf dem Roncalliplatz statt. Die Demonstranten hatten eine kleine Bühne aufgebaut und Reden gehalten – allesamt auf Deutsch.

 

Aber nicht nur der Jahrestag des Völkermords bot Anlass zur Kundgebung. Auch die Gräueltaten der Terror-Organisationen “Islamischer Staat” und “Al-Quaida” werden von den Demonstranten scharf verurteilt.

Auf einen Demozug durch die Altstadt und wieder zurück zum Dom verzichten die Organisatoren. Nicht weit von der Kundgebung entfernt, gab es außerdem eine weitere kleine Demonstration. Direkt auf dem Vorplatz des Doms demonstrierten rund 100 Kongolesen gegen die politischen und gesellschaftlichen Zustände in ihrer Heimat. (og, msc)

 

Quelle: ksta.de

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