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Patriarch sorgt sich um syirsche Christen

Patriarch sorgt sich um syrische Christen

Rund 40 Prozent der syrischen Christen dürften bereits aus ihrer Heimat geflohen sein – und noch viel mehr könnten folgen. Das sagte der syrisch-orthodoxe Patriarch Ignatius Aphrem II. bei seinem Besuch in Salzburg.

Gerade jetzt, da Millionen Syrer wegen des Bürgerkriegs auf der Flucht sind, startet in Salzburg die weltweit erste Professur für syrisch-orthodoxe Theologie außerhalb Syriens. Zur Eröffnung war der Patriarch der syrisch-orthodoxen Kirche nach Salzburg gekommen.

Knapp vier Millionen Syrer sind derzeit auf der Flucht – vor den mörderischen Kämpfen zwischen den Regierungstruppen, Aufständischen und der Terrorarmee des Islamischen Staates. Darunter befinden sich auch orthodoxe Christen. Deren Leben sei besonders gefährdet, betonte Ignatius Aphrem II., der Patriarch der syrisch-orthodoxen Kirche am Montag in Salzburg: „Ich schätze, dass 40 Prozent aller syrischen Christen ihre Heimat verlassen mussten. Das ist alarmierend – ich befürchte das Schlimmste, denn im Nachbarland Irak waren es am Ende 90 Prozent.“ Nach eigenen Angaben zählt die syrisch-orthodoxe Kirche in Syrien und im Irak rund 3,5 Millionen Mitglieder.

Ruf nach „Regierung, die Sicherheit gibt“

Frieden in Syrien sei nur mit dem umstrittenen Machthaber Baschar al-Assad möglich, meinte der Patriarch: „Wir Christen haben seit jeher die legitimierte Regierung unterstützt. Egal, ob es nun Assad ist oder jemand anderer, das ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass es eine starke Regierung ist, die allen Sicherheit gibt, Moslems und Christen. Syrien hatte immer eine säkularisierte Gesellschaft, mit einer Trennung von Staat und Kirche. Religion war nie der Maßstab, das hat sich erst mit den extremen Ideologien wie den Wahabismus geändert. Leider haben einige in Syrien diese terroristische Ideologien übernommen.“

 

In Salzburg wird am Dienstag die Errichtung der neuen Professur für Geschichte und Theologie des syrischen Christentums an der Universität Salzburg gefeiert. Dafür wurde auch die ehemalige Landespflegeanstalt in Salzburg-Mülln adaptiert.

 

Quelle: salzburg.orf.at

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