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Weimar: Menschenrechtspreis an syrische Bischöfe verliehen

Die Stadt Weimar hat ihren diesjährigen Menschenrechtspreis an zwei verschleppte syrische Bischöfe verliehen. Die Auszeichnung für Erzbischof Mor Gregorius Yohanna Ibrahim von der syrisch-orthodoxen Kirche und seinen Amtsbruder Boulos Yazigi von der griechisch-orthodoxen Kirche in Aleppo nahmen am Mittwochabend Vertreter der beiden Kirchen entgegen. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wird seit 1995 jährlich am 10. Dezember vergeben, dem internationalen Tag der Menschenrechte.

Die Bischöfe wurden im April 2013 auf dem Weg zu Verhandlungen über die Freilassung eines entführten Priesters selbst entführt. Weimar würdigt mit der Preisvergabe das Eintreten der Erzbischöfe für eine Verständigung der Religionen und ethnischen Gruppen im syrischen Bürgerkrieg. Die Stadt will zugleich den Kampf um die Freilassung der beiden Männer unterstützen. Erst zu Beginn dieser Woche soll es von Mor Gregorius Yohanna Ibrahim und Boulos Yazigi wieder ein Lebenszeichen gegeben haben.

Die Preisträger waren von der Gesellschaft für bedrohte Völker vorgeschlagen worden. Nach ihren Angaben sind dem Krieg in Syrien bisher mehr als 300 000 Menschen zum Opfer gefallen; 1,5 Millionen Menschen seien verwundet worden.

Die Stadt Weimar hat die Auszeichnung bisher an Persönlichkeiten und Initiativen unter anderem aus Bosnien, Deutschland, Jamaika, Kolumbien, dem Kongo, Kuba, Tschetschenien, der Türkei und dem Gaza-Streifen verliehen.

 

Quelle: mdr.de

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